Kong An Jie in der grossen Welt

Samstag, Januar 27, 2007

das muslimische Viertel



der Glockenturm


mit Weihnachtsdeko
der Glockenturm steht Mitten Xi'an und steht in einer Kreuzung (heute ein riesiger Kreisverkehr.) Wenn damals die Glocke geschlagen wurde, war das ein Ziechen dafür die Tore der Stadtmauer, die am jeweiligen Ende der Vier Strassen sind, zu schliessen.

und da wirds gemixt - das ist übrigens gegen Kopfschmerzen

eine traditionelle chinesische Apotheke


dort werden die frisch-zusammen gestellten Mixturen gleich zum Tee aufgekocht

getrocknete - ich weiss nicht was -Pfoten

Tonkrieger II


Halle 2


die grosse Halle

Tonkrieger I

der General
Halle 1 - fast nur Dächer und kaputte Krieger
der kleine Soldat - übrigens der einzige der vollständig erhalten und ohne Macken erhalten blieb.



Vollsperrung auf dem Weg zu den Bingmayongs" (Tonkriegern) - 4 1/2 Stunden für 30 km - und kein McDonalds!

Eindrücke aus Xi'an

so sieht ein chinesicher Metzger im muslimischen Viertel aus
und da hatten wir Glück bei einem Gruppenfoto vor dem Xi'aner Hbf.

der Bus hat uns zwar nicht zu den tönernen Kriegern gebracht, aber schonmal bis zum richtigen Bus.

Montag, Januar 22, 2007

querbeet

Im Moment (20.1), wo die Klausuren vorbei sind und die Semesterferien starten, herrscht grosses Um- und Ausziehen, Heim- und Wegfliegen im Wohnheim. Und weil auch Julia in ein paar Tagen heimfährt (23.1) versuchen wir die letzten Tage in Shanghai noch so gut wie möglich zu nutzen. So waren wir jetzt schon im Museum for Arts & Crafts, werden heute nochmal in den YuYuan und versuchen ganz viele Souveniers für ganz wenig Geld zu sammen zu handeln. – Souveniers, die ich am Mittwoch (24.1) selbst mit heim nehmen kann. Denn ja, richtig, Antje kommt auch heim! Ich mache drei Wochen Urlaub in Deutschland:)
Leider kann ich immer noch nur Texte hochladen und auch die nur mit Müh und Not - die Bilder kommen in ein paar Tagen - Versprochen!

bis zum Geburtstag...

Die ersten Wochen im neuen Jahr mussten nun ganz dem Lernen gewidmet werden, da schon am 15 und 16. Januar die Klausuren anstanden. Also ist soviel nicht passiert. Nur so viel: ich habe beide wieder bestanden und darf nächstes Semester im C-Kurs weiter machen.
Da Anja, eine deutsche Freundin hier, am Samstag vorher Geburtstag hatte und deshalb nicht richtig feiern konnte, haben wir uns zusammen geschlossen um die Klausuren, das letzte Semester, ihren und meinen Geburtstag zusammen zu feiern. Dafür hatten wir einen Tisch bei einem Inder bestellt, der leider weder in Service noch in Geschmack überzeugen konnte. Dafür hatten wir aber in einer lustigen internationalen Runde um so mehr Spass. Meine Lehrerin überreichte mir einen riesigen Blumenstrauss (sobald ich Fotos wieder hochladen kann seht ihr den).
Da eigentlich geplant war nach dem essen noch in einen Club zu gehen, es aber noch zu früh war, hatte sich die Gruppe geteilt und ausgemacht sich später wieder zu treffen. So dass ich um viertel nach 11 mit Julia, Wipa (thailand) und Patrick (canada) im Irish Pub O’malleys gelandet bin – John wäre so stolz auf mich gewesen. Also mit 4 Irish Flaggs feste angestossen und schwupp – Antje ist 22.
Wie abgemacht haben wir die anderen dann später wieder im Club getroffen, in dem zu einiger Leute Vorteil und zu anderer Nachteil Open-Bar-Night war. Wir hatten jeden Falls bis zum bitteren Ende Spass :)

Sylvester 2006/2007

Sylvester in Shanghai zu verbringen klingt unglaublich aufregend! Und genau deshalb sollte man sich schon lange vorher überlegen, wo man es wie verbringt. In meinem Fall wurde ich von Lydia und ihrem Vater eingeladen sie zum Essen in einem grossartigen Restaurant im Xintiandi zu begleiten. Das Xintiandi ist eines der ältesten Stadtviertel Shanghais, allerdings komplett renoviert, überarbeitet, kommerzialisiert und touristirisiert. So findet man hier neben einem Paulaner Bräuhaus und etlichen Bars und Läden auch unmengen an mehr oder weniger teueren Restaurants. Das T8, zu dem wie gehen wollten, bot für den Neujahrsabend ein vier-Gänge Menü an. Da wir etwas zu früh waren, konnten wir die Zeit noch etwas nutzen, durch das alte viertel zu wandern, das mit der Beleuchtung, den vielen Menschen und der Weihnachtsdekoration eher an einen Weihnachtsmarkt erinnerte – ausserdem haben wir beim Paulaner Glühwein gefunden, an dem wir auch nicht vorbei gehen konnten :)
Vier spannende und interessant dekorierte Gänge später hatten wir noch genug Zeit um uns ins Taxi zu setzen und zum berühmten Shanghaier Bund zu fahren. Denn wenn schon Sylvester in Shanghai, dann auch an Mitternach mit Blick auf Pudong und dem Orierntal Pearl Tower. Leider fiel das erwartete Feuerwerk nur sehr klein aus, aber dafür ist es schon ein ganz grossartiges Gefühl, die Sekunden bis Mitternacht auf der hell erleuchteten Bund-Uhr zu zählen, die schon so lange dort steht und schon so viel im Laufe der Geschichte miterlebt hat.

Mittwoch, Januar 03, 2007

Xi'an

Weihnachten dieses Jahr war alles etwas anders. Nachdem ich mit einigen Freunden zusammen einen sehr gemütlichen und mit vielem leckeren Essen ausgestatteten Weihnachtsabend verbracht hatte, wollte ich mit Jho und ihrer Familie am 25.12 ins Flugzeug Richtung Xi’an steigen. Auf gepackten Koffern sitzend bzw. im Türrahmen stehend bekamen dann Jho und ich beide einen Anruf unseres Reisebüros, dass unser Flug gestrichen wurde und wir erst am nächsten Tag fliegen könnten. Da ich aber meinen Rückflug schon für den 27. gebucht hatte und Jho’s Familie an diesem Tag weiter nach Peking fliegen wollte, machte das natürlich keinen Sinn. Also sind wir trotzdem zum Flughafen um vor Ort in eine andere Maschine zu kommen, was dann letztendlich auch schneller geklappt hatte, als wir befürchteten und mit nur einer Stunde Verspätung konnten wir an Board einer winzig kleinen China Eastern Airline Maschine gehen. In Xi’an angekommen war recht schnell klar, warum etliche Flüge mit diesem Ziel gestrichen wurden, es war so nebelig, dass man einige Meter vom Flughafenentfernt nicht mal mehr das Gebäude richtig erkennen konnte.
Dafür hatten wir umso mehr Glück mit unserem Hotel, dass wirklich genau im Stadtzentrum liegt – auf der einen Seite den Glockenturm und auf der anderen die historische und ca 13,5km lange Stadtmauer Xi’ans (an dieser Stelle danke an Susi für den guten Tipp!). Nachdem jeder sein Zimmer/Bett bezogen hatte, wollten wir gemeinsam die Umgebung etwas erkunden und etwas essen gehen. Auf unserem Weg kamen wir an etlichen interessanten Straßenköchen vorbei und haben auch das ein oder andere probier – unter anderem der für Xi’an typische „Burger“ der etwas an Döner erinnert, da es sich um eine Art Hefebrötchen gefüllt mit Schweinefleisch handelt, und einer süßen Speise die mit verschiedenen Geschmacksrichtungen dampfgegart wird. Ein Restaurantbesuch und ein bisschen Souvenierkaufen später sind wir noch ein bisschen über den großen Stadtplatz gelaufen auf dem an diesem Abend eine Art Weihnachts- oder Volksfest stattfand (wo ich leider mit einem Taschendieb Bekanntschaft machen musste und nur im letzten Augenblick gemerkt habe, wie jmd an meiner Kamera zupft, aber es ist ja zum Glück nichts passiert). Zurück um Hotel wurden alle Wecker auf 7 Uhr gestellt, denn wir hatten ja nur einen Tag und wollten möglichst viel erleben.
Als Erstes stand natürlich die berühmte Tonarmee von Xi’an auf dem Programm zu der wir mit dem Bus fahren wollten. Nach einer etwas abenteuerlichen Suche und etlichen Fehlinformationen später saßen wir dann doch zwischen lauter lustigen Chinesen in einem Rüttel-Schüttel-Bus Richtung Tonarmee. Kaum auf der Autobahn angekommen standen wir allerdings im Stau – es war eine Vollsperrung wegen eines Unfalls. Und so haben wir es geschafft für eine Strecke von etwa 30km knapp 4 Stunden zu brauchen. Aber dafür haben wir die Bekanntschaft einiger sehr netten Chinesen machen können und die Busbegleiterin hat uns eine Set Tonsoldaten-Souverniers (4 kleine Soldaten (verschiedene) und ein Pferd in einer Box) geschenkt, weil wir so lange warten mussten. Sehr nett!
Am Ziel angekommen waren wir freudig überrascht davon, dass wegen der Jahreszeit verhältnismäßig wenig andere Touristen dort waren. Während man im Sommer kaum in die Halle der Soldaten reinkommt hatten wir allen Platz der Welt. (wir haben übrigens alle überlegt und Ausschau gehalten, wie der deutsche Student sich da so einfach hat rein schleichen können – es scheint fast unmöglich.) jedenfalls war es unglaublich in dieser Halle zu stehen und endlich das in live und Farbe zu sehen, was man sonst nur von Fotos kennt. Nach der Berliner Mauer und dem Tor, den Pyramiden in Kairo und der Klettertour auf der Chinesischen Mauer kann ich jetzt also auch die Tonarmee aus Xi’an abhaken.
Die Rückfahrt hat im Gegensatz zur Hinfahrt sehr gut geklappt und 1 ½ Stunden später waren wir wieder am Bahnhof. Leider ging es Jho’s Mutter nicht all zu gut, weshalb wir eine Apotheke aufsuchen mussten – eine der spannendsten und interessantesten die ich je gesehen habe! Der ganze vordere Teil war mit traditioneller Chinesischer Medizin ausgestattet, lauter getrocknetes Zeug (Seepferdchen, Seesterne, Pfoten, Pilze aller Arten, hunderte Pulver, Wurzeln und anderem) – und in der Mitte ein kleines Stöfchen um die Medizin auch gleich aufkochen zu können.
Da wir am 2ten Tag um 12 den Bus zum Flughafen nehmen mussten und wir vorher noch das Muslimische Viertel und die dazu gehörige Moschee – eine der ältesten und schönsten Chinas – wurden die Wecker wieder auf 7 Uhr gestellt. Als wir in dem Viertel ankamen lag immer noch der schwere Nebel über Xi’an und die Händler waren gerade dabei ihre Souvenierstände auf zu bauen. Auch hier dank Tages- und Jahreszeit kaum Besucher. So hatten wir die ca 2700Jahre alte Moschee fast für uns allein. Ich kann euch sagen, dass war einer der schönsten Orte, an dem ich je war! Die Moschee erinnerte zwar durch den an China angepassten Stil eher an einen Tempel aber die Mischung aus arabischen und chinesischen Schriftzeichen gaben diesem Ort eine ganz eigene Atmosphäre. Die Tore, Türme und Bögen waren genau so angeordnet, dass man von einem Punkt durch alle hindurch schauen konnte – einfach spannend!
Auf dem Flughafen angekommen, mussten wir feststellen, dass fast alle Flüge wetterbedingt verschoben wurden – so auch meiner. Als mein Flugzeug (diesmal von HainanAir, aber immer noch nicht größer) endlich startklar war, waren meine Sitznachbarn eine Chinesin mit ihrem kleinen Sohn. Nach etlichen Minuten in denen ich versucht habe ihr zu erklären, was ich in China und vor allem in Xi’an mache bot sie mich einige ihrer getrockneten Früchte an, die seien besser als Schokolade J. Im Landeanflug drückte sie mir einen ganzen Beutel getrockneter Kiwis in die Hand und sagte, dass diese gut für mich seien und ich die Vitamine in Shanghai bestimmt gebrauchen könne. Nett, oder?
Vom Flughafen zu mir braucht man ungefähr eine Stunde und 18€ mit dem Taxi, oder man nimmt die Magnetschwebebahn und scheppert mit 410km/h in 8 Minuten zur nächstem Metrostation, mit der man dann zwar 1 ½ Stunden, aber nur 1,20€ braucht – ich bin jedenfalls heil zu hause angekommen!
Man kann also sagen, dass war eine aufregende Reise – auf allen Ebenen!

Ps: es folgen noch ein paar Bilder, wenn ich Jhos bekomme.