Kong An Jie in der grossen Welt
Dienstag, April 17, 2007
Montag, April 16, 2007
A1 Grand Prix
"Kaum angekommen röhrt und grollt es schon um mich herum. Das ist kein Wunder, denn ich stehen am Shanghai Circuit und insgesamt 11.594 Pferdestärken brettern an mir vorbei! Die 22 Fahrer der A1 Grand prix of Nations befinden sich im Sprint um errungene Startpositionen für das große Rennen zu sichern oder zu verbessern. Auch das deutsche Team ist dabei und Nico Hülkenberg hat die 600 Kilogramm-schwere Rennmaschine fest im Griff.
Es ist Sonntag der 15. April. Bereits zwei ereignisreiche Tage liegen hinter den Teams und Organisatoren des A1 Grand Prix. Für den Nachmittag ist das Hauptrennen angesetzt. Obwohl bis dahin noch viel Zeit zu sein scheint, hat der deutsche Fahrer Hülkenberg kaum Zeit, nach dem Sprint durchzuatmen. Neben Rennanalyse und Autogrammstunde fand er trotzdem fünf Minuten um mir ein Interview zu geben." - das gesammte Interview findet ihr dann ab 1. Mai unter
www.hamburgshanghai.net - im Newsletter, in der Rubrik Tourism, Culture & Sport"
Jaja, so war das – der Nico und ich! Ein paar Fotos später werde ich noch brav an die Hand genommen und zum aller Heiligsten geführt. Dem Rennflitzer! An dem schraubten bereits 3 Techniker ganz fleißig weiter. Also steh ich mitten in der Boxengasse und wenn ich schon mal da bin, kann ich ja auch mal zum roten Drachen schauen. Natürlich ist die Box der Chinesen voll mit Interessierten. Aber ein paar Aufnahmen bekomme ich schon. Später werden hier, wo ich gerade stehe in wenigen Sekunden Reifen gewechselt und der Flitzer mit vollem Tank wieder auf die Strecke geschickt, denn ein Boxenstop ist für alle Fahrer obligatorisch.
40 Runden lagen vor Ihnen und Team Germany startete von Position vier. Großbritannien hatte sich auf der Poolposition eingefunden, gefolgt von der Neuseeland und der Schweiz. Hinter uns die Amerikaner, die Ihre Startposition kurz zuvor im Sprint an die Schweiz abgeben mussten. Um Punkt vier Uhr ging es los! Von 0 auf 100 km/h in 4 Sekunden – und so kam es einem auch vor – kaum waren sie weg, kamen sie auch schon wieder an und – stellten sich wieder auf ihren Platz?! Na gut, dann eben noch mal. „Start your engines!“ “Kai ni de fadongyi!” ertönt es – und los gehts. Die Amerikaner drängen sich an Deutschland vorbei und Neuseeland übernimmt die Führung. Deutschland erobert seine Position vier wieder zurück und so bleibt es dann auch erst mal während der nächsten Runden. Auf den hinteren Rängen wird weiter gedrängelt und überholt und während China an elfter Stelle gestartet es, werde sie im Laufe des Rennens vier Plätze verlieren.
Ich hab mich mittlerweile aufs Dach begeben, denn von dort aus übersieht man die ganze Rennstrecke. Und So hab ich auch den Kies fliegen sehen, als der Fahrer der USA aus der Kurve rutschte. Während ein paar Runden hinter dem Safety-Car wurde der kleine Flitzer dann mit dem Kran geborgen und der Fahrer eingesammelt, ihm war nichts passiert.
Aber so rutsche Deutschland auf Platz 3 und damit noch auf Treppchen vor. Die vier Punkte waren also damit sicher und Team Germany und Nico Hülkenberg damit A1 Grand Prix Champion, obwohl noch ein Rennen ansteht. Der Neuseeländische Fahrer Reid konnte seine Black Beauty als Sieger in Ziel bringen, gefolgt von Robbie Kerr im britischen Rennwagen.
Sehr schön fand ich auch die Sponsoren. Während Australien quer übers Heck Fosters-Reklame spazieren fährt, ist es bei den Amerikanern Burger King! Die Niederlande sind gleich mit einem Oranje-Flitzer an den Start gegangen. Der deutsche Wagen wirkt in den Nationalfarben fast fast schlicht dagegen. Und die Neuseeländer nennen ihr Heiligtum nicht umsonst Black Beauty.
Schön auch, dass die Ränge der Zuschauer sich auch schon nach Schlusseinfahrt leerten. Die Siegerehrung wurde nicht mehr abgewartet und Applaus gab es auch eher wenig – dafür um so mehr Freude beim deutschen Team.




