Kong An Jie in der grossen Welt
Donnerstag, Dezember 21, 2006
Sonntag, Dezember 17, 2006
Samstags in Shanghai
hallo,
wollt ihr mal von einem der gemütlichsten Samstage hören, die Shanghai je erlebt hat?
• 9.14 aufwachen von einem riesigen Presslufthammerlärm vor dem Fenster und feststellen, dass sich der Raum immer noch dreht – sich außerdem schwören nie wieder mit John (halb Ire) in den Irish Pub zu gehen – und sich das nächste mal an den eigenen Vorsatz, nichts zu trinken, zu halten!!
• 9.22 man hat sich im Zimmer orientiert, es bleibt nur noch zu klären, warum auf dem Schreibtisch eine Portion „Chaomian“ (gebratene Nudeln) noch schön ordentlich in der Styroporschachtel und der Plastiktüte verpackt sind?
• 9.23 mir ist egal, wie die Nudeln her gekommen sind, ich bin froh Frühstück zu haben :D
• 9.32 1. DVD des Tages – denn immer noch zu müde zum „was sinnvolles machen“ aber dank den Hammer vorm Fenster ist auch schlafen nix mehr. Also: „die Schöne und das Biest, das Weihnachtsmärchen“ – wie fast jeder zweite Teil oder Fortsetzung vor allem von Walt Disney Filmen war auch der nicht all zu toll, aber ganz nett.
• 10.24 Lydia fragt, ob wir zusammen zur Mensa wollen, so um halb 12. das heißt ich hab noch gut eine Stunde zum fertig machen.
• 10.44 schon fertig angezogen und Zähnchen geputzt hab ich immer noch genug Zeit, also DVD 2: „the Sound of the Music“ ein Amerikanischer Film aus den 60ern, der über die Zeit der 30er in Salzburg geht und auf Chinesisch mit engl Untertiteln und Unmengen englischer Lieder ist. Hier ein Mega-Hit. Jede chinesische besitzt angeblich diesen Film und schaut ihn jedes Jahr um die Weihnachts- bzw. Neujahrszeit. Quasi unser „Haselnüssl für Aschenbrödel“ oder „Dinner for 1“ – jedenfalls ein ganz reizender, zuckersüsser Film!
• 11.30 auf geht’s in die Mensa – Mittagessen mit Lydi. Und damit wir nicht sofort wieder ins Bett gehen noch einen kleinen Spaziergang hinterher – zum DVD-Laden und Nachschub holen, zum Supermarkt, wo reinzufällig McDonalds nebenan ist, der ganz tolle amerikanische Weihnachtsmusik spielt, und für den Rückweg ein bisschen Krake am Spieß – ja richtig gelesen! Man kann hier überall Schaschlickspiesse vom Grill kaufen, und wir haben uns eben für die Maritime Version entschieden. War im warmen Sonnenschein und der Kälte ein bisschen wir Weihnachtsmarkt –also spazieren und was zum Knabbern in der Hand
• 15.13 wieder zu Hause und einen der bescheuertesten Filme aller Zeiten gekauft – „das Bierfest“ und es handelt sich um eine geheime Bierolympiade in München während des Oktoberfest natürlich. Da es aus amerikanischen Händen kommt ein absolutes Highlight, da Ralf Möller und noch ein anderer Schauspieler die einzigen sind, die tatsächlich Deutsch sprechen können in dem Film. Außerdem gibt es ein spezial Feature über das „original Oktoberfest“ – und da feiern sie in weißen Zelten – hm, ob die je mal dort waren?!
• 17. 32 der Verzweiflung nahe, wegen soviel Doofheit erstmal was kochen gehen. Unterhaltungsprogramm zum Essen: „Barbie und die Ballettprinzessinnen“ – und ja, der ist genauso, wie er sich anfängt – als Sprecher muss man ganz besonders fröhlich reden, die ganze Zeit! Und Außerdem will ich jetzt Ballett lernen, 30 Kilo abnehmen und lange blonde Haare, wie geht’s da den Kindern, für die der Film eigentl gemacht ist ?!
• 19.06 Lydia und ich tanzen fröhlich, aber nicht so Barbie-ellegant durch unseren Wohnheimsflur um Wasser und Obst kaufen zu gehen – hui!
• 19.35 wieder zurück raff ich mich tatsächlich mal auf ein paar Vokabeln zu lernen, Lydia fragt mich ab
• 20.34 haha, habt ihr wirklich gedacht, dass ich so lange lerne?!
• 20.36 der letzte Film des abends beginnt – ein blöder amerikanischer Teeniefilm – so was doofes. Aber hat ganz gut ins Tageskonzept gepasst.
• 23.14 Licht aus, gute Nacht – morgen wird gelernt! Wirklich!
Samstag, Dezember 09, 2006
Goethe Institut - Xiao Hui Wang
Wie schon letzte Woche zu einem Vortrag bzw. Dokumentarfilm namens „das Netz“ (nicht der mit Sandra Bullok, wenn ihr bei Amazon suchen wollt) er sich mit den Theman Kybernethik und dem Unabomber beschäftigte, waren wir auch diesen Freitag wieder beim Goethe-Institut. Das Goethe Institur ist quasi die Abteilung „Kultur und Bildung“ eines jeden Konsulats im Auslands.
Jedenfalls hatte das Institut gestern zu einer Lesung mit Xiao Hui Wang
(王小慧) eingeladen, die ihr Buch „Mein visuelles Tagebuch“ (我的视觉日记) vorstellte. Xiao Hui Wang ist in China geboren und hatte nach etlichen Komplikationen 1986 die Möglichkeit mit Ihrem Mann nach Deutschland zu kommen um dort an der Uni München Architektur zu studieren. 6 Jahre später hatte sie beschlossen sich der Fotographie zu widmen und sich selbstständig zu machen. Durch einen tragischen Autounfall kam ihr Mann sehr jung ums Leben, was sie, in ihrem Fall, auf ihren Kariereweg gebracht hat. Heute ist sie Schriftstellerin, Filmemacherin, Fotographin, Professorin an der LMU und noch vieles mehr. Sie reist ständig zwischen China und Deutschland hin und her, was ihr den Ruf der „kulturellen Brückenbauerin“ eingebracht hat. Aus chinesischer Sicht sei ihre Arbeit eher westlich und konserativ, aus der westlichen Sicht erscheine sie mehr Östlich. Mit ihr zusammen hat Johanna Adorján, Redakteurin der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ und Autorin, gestern Abend aus ihrem Buch vorgelesen.
Natürlich konnte man Ihr Werk im Anschluss auch kaufen (die Chinesische Hardcover Version 48Yuan, die Deutsch Taschenbuchversion 240Yuan...). Nun hab ich mir gedacht, ich bin mal mutig und habe mir tatsächlich die Chinesische Version gekauft – 400 Seiten Chinesischer Zeichen. Aber 1. hat es auch Bilder :D und 2. ist mir bewusst, dass dies eine nahezu unmögliche Aufgabe sein wird. Wir werden sehen. Wenn ihr Euch allerdings jetzt schon fragt, was ihr mir nächstes Jahr Weihnachten schenken könnt: Mein Visuelles Tagebuch – Xiao wang hui – die deutsche Ausgabe. Haha!
Ps: ausserdem gab es ganz herrliche Weihnachtsdekorationen dort.
Sonntag, Dezember 03, 2006
Spass und Spannung
Hallo, wenn ihr mal wissen wollt, wie euer Chinesischer Name theoretisch lauten könnte:
http://www.mandarintools.com/chinesename.html
viel spass - kong an jie
ich hab es getaaan, zu aller ersten mal, ich hab es getaaan... (an alle, denen diese Zeilen direkt bekannt vorkommen: HA! ich habs doch gewusst!)... auf jeden Fall habe ich nun zum ersten mal Hund gegessen. ja, ich fühle mich ganz schlecht. nein, ich habe nur ganz wenig gegessen und ja, es war ganu fürchterlich! aber ich kann es von meiner "In China muss man..." - Liste runterstreichen.
Ausserdem habe ich in der Zeit, in der ich im Restaurant war, eine ganz tolle Überraschung in meinem Zimmer bekommen! Julia hat mir nämlich einen Weihnachtskalender und Weihnachtsdeko hinterlassen - ich hab mich gefreut wie als wenn... Weihnachten wäre - haha!
Danke Julia!











