Kong An Jie in der grossen Welt

Samstag, Dezember 09, 2006

Goethe Institut - Xiao Hui Wang

Wie schon letzte Woche zu einem Vortrag bzw. Dokumentarfilm namens „das Netz“ (nicht der mit Sandra Bullok, wenn ihr bei Amazon suchen wollt) er sich mit den Theman Kybernethik und dem Unabomber beschäftigte, waren wir auch diesen Freitag wieder beim Goethe-Institut. Das Goethe Institur ist quasi die Abteilung „Kultur und Bildung“ eines jeden Konsulats im Auslands.
Jedenfalls hatte das Institut gestern zu einer Lesung mit Xiao Hui Wang
(王小慧) eingeladen, die ihr Buch „Mein visuelles Tagebuch“ (我的视觉日记) vorstellte. Xiao Hui Wang ist in China geboren und hatte nach etlichen Komplikationen 1986 die Möglichkeit mit Ihrem Mann nach Deutschland zu kommen um dort an der Uni München Architektur zu studieren. 6 Jahre später hatte sie beschlossen sich der Fotographie zu widmen und sich selbstständig zu machen. Durch einen tragischen Autounfall kam ihr Mann sehr jung ums Leben, was sie, in ihrem Fall, auf ihren Kariereweg gebracht hat. Heute ist sie Schriftstellerin, Filmemacherin, Fotographin, Professorin an der LMU und noch vieles mehr. Sie reist ständig zwischen China und Deutschland hin und her, was ihr den Ruf der „kulturellen Brückenbauerin“ eingebracht hat. Aus chinesischer Sicht sei ihre Arbeit eher westlich und konserativ, aus der westlichen Sicht erscheine sie mehr Östlich. Mit ihr zusammen hat Johanna Adorján, Redakteurin der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ und Autorin, gestern Abend aus ihrem Buch vorgelesen.
Natürlich konnte man Ihr Werk im Anschluss auch kaufen (die Chinesische Hardcover Version 48Yuan, die Deutsch Taschenbuchversion 240Yuan...). Nun hab ich mir gedacht, ich bin mal mutig und habe mir tatsächlich die Chinesische Version gekauft – 400 Seiten Chinesischer Zeichen. Aber 1. hat es auch Bilder :D und 2. ist mir bewusst, dass dies eine nahezu unmögliche Aufgabe sein wird. Wir werden sehen. Wenn ihr Euch allerdings jetzt schon fragt, was ihr mir nächstes Jahr Weihnachten schenken könnt: Mein Visuelles Tagebuch – Xiao wang hui – die deutsche Ausgabe. Haha!

Ps: ausserdem gab es ganz herrliche Weihnachtsdekorationen dort.