Kong An Jie in der grossen Welt

Mittwoch, Juni 06, 2007

Servus

Die bayrische Delegation inklusive Innenminister Herr Beckstein sind anlässlich der Eröffnung NürnbergMesse China nach Shanghai gekommen. Und da diese sich überlegt hatte, dass es doch so schön sei, eben jenen bayrischen Innenminister mit ein paar „echten“ bayrischen Dirnen zu überraschen, und die AHK zufällig auch noch über 5 Praktikantinnen verfügt, wurden diese kurzerhand ins Dirndl gesteckt. Dieses kam übrigens im Gegensatz zur Delegation, nicht aus Bayern eingeflogen, sondern wurde nach Paulaner-Kellnerinnen-Dirndl-Vorbild auf dem Stoffmarkt nachgemacht. Die können eben doch alles kopieren, die Chinesen.

Nachdem wir dann alle Haare eingeflochten, alle Dirndl verschnürt und alle Wangen gepudert hatten ging es raus aus dem Büro, rein ins Taxi und ab ins Shanghaier Zentrum. Denn der Empfang sollte in einem Hotel am Peoples Square stattfinden. Natürlich kann man sich vorstellen, wie dass ist, wenn fünf Mädels im Dirndl aus dem Auto steigen, wenn man in Deutschland, oder besser in Bayern ist. Aber hier, wo Ausländer – Langnasen ja hin und wieder doch noch angeschaut werden – da fallen fünf solcher Kostüme auf wie nichts! Also schnell ins Hotel. Dort wurden uns unsere chinesischen Teampartnerinnen vorgestellt, die alle im roten Qipao (also traditionellen, chinesischen Kleidern) gekleidet waren.

So als optisches Idealpaar wurden wir dann auf unsere Positionen geschickt und haben den Abend dekorativ unterstützt. Neben reichlich netten Lächeln und Kammerablitzen folgte auch gern mal die Frage „Sie san extra aus Nürnberrrg her g´flogen?“ worauf hin ich gern mit einem „Noi, I woan hier.“ geantwortet habe. unter Umständen ging es dann wie folgt weiter „siiind Sie net aus Bayern?“ „Ha Noi, I bin aus Düsseldorf“ “Ja und da sprechen`s so a Bayrisch?“ – jaja, a fremdsprachen muss a jeder kenne! J

Für ein leckeres, riesiges Büffett war auch gesorgt. Während an der einen Seite das Spanferkel tranchiert wurde, wurden gegenüber die Spargelstangen blanchiert und serviert. Und – ironischer Weise – unter der Sushi-Auswahl zogen kleine Zierfische in einem Becken ihre Kreise. Das ganze konnte man dann mit einem guten Erdinger Bier abrunden, was wir natürlich gern ein bisschen „Schau“ getragen haben. Wenns do` so guat zum Kleid paaasst?!

Am Schluss bestand unsere Aufgabe darin, jedem Gast eine Geschenktüte zu überreichen, so dass alle 10 Hostessen in Dirndl und Qipao sich dann zusammenfanden und am Ausgang Spalier standen. Dort nutze auch noch mal der ein oder andere die Chance auf ein Foto mit den beiden traditionellen Kostümen und ihren Trägerinnen und auch die Gruppenbilder sind dort entstanden.

Anschließend wollten wir noch gemeinsam etwas trinken gehen, allerdings hatte kaum jmd. von uns noch Wechselkleidung dabei. Also ging es im Dirndl in die nicht weit entfernte Barbarossa Bar. Und fünf Dirndl in Shanghai, die Fallen auf – nicht nur Chinesen.