Kong An Jie in der grossen Welt

Sonntag, September 10, 2006

jetzt ist es schon gut eine Woche her, dass ich angekommen bin und seit dem hat sich viel getan. Innerhalb der paar Tage hat sich hier eine kleine Gruppe herauskristalisiert und mit dreien davon habe ich ein bischen mehr zu tun. Wir klappern hier sozusagen alles zusammen ab.

damit ihr dann wisst von wem ich rede von links nach rechts: Martina, Boris, Julia (Ulm, Frankfurt Ulm)
ich versuche mich mal darin, die letzten Tage zusammen zu fassen: Nach der Anmeldung am Montag habe ich noch ein wenig die Umgebung erkundet und festgestellt, dass überall Baustellen sind, aber schliesslich bin ich ja in Shanghai, der grössten Baustelle der Welt. Dienstag hies es dann zum ersten Mal Frühstück á la China – und wir sind um 7 uhr morgens in die Mensa getappert um Bisquitt-Schnitten und „Dumplings“, eine Art mit Fleisch oder Gemüse gefüllter Dampf-Hefe-Knödel“ zu probieren. Ausserdem bin ich seit Dienstag stolze Besitzerin eines rosaaaa Fahrrades. Bei den Entfernungen hier geht es ohne gar nicht. Allein der Campus ist ein kleines Dorf. Allerdings musste ich auch gleich 3 dicke Schlösser dazu holen, da hier die Verlustrate sehr hoch sei – wir wollen das Beste hoffen. Was chinesische Wertarbeit bedeutet, zeigte sich schon am nächsten Morgen, da es geregnet hatte. Mein Rad hatte schon die ersten Rostflecken – nach einer Nacht!!! Aber rosa ist es immer noch – bei Gelegenheit fotografier ich es mal. Mittwoch morgen sollte auch der Einstufungstest stattfinden, zu dem die A-ler ja nicht hin mussten. Allerdings hielt sich hartnäckig das Gerücht, dass wir doch da sein müssten, also hat sich unsere kleine Gruppe auf ihre kleinen Räder (den Chinesen angepasst) geworfen und ist losgestrampelt. Natürlich umsonst. Den restlichen Tag haben wir dann damit verbracht durch verzäunte Neureichen-Neubaugebiete (siehe Foto oben) zu marschieren um zum Carfoure-Supermarkt zu gelangen. Dieser ist nämlich bekannt für sein unglaubliches, internationales Angebot. Und so war es dann auch. Von Panthene über Nutella hin zu Seitenbacher Müsli wäre alles zu haben. Nächste Station an diesem Tag war mein Deko-Tempel – Ikeaaa! Leider taten alles schon so sehr die Füsse weh, dass der weg direkt an den Ausstellungsräumen vorbei ging. So mit Stoffen, Deko, Essen etc beladen gings dann zurück. – Übrigens ist das Metro fahren hier auch sehr lustig. Da zählen nur die Ellenbogen und kein Mitleid!
Donnerstag war dann mal Zeit, was für mich zu unternehmen. Also habe ich mich in die Bahn gesetzt und bin zum Wahrzeichen Shanghais gefahren, dem Oriental Pearl TV-Tower und dem JinMao-Gebäude.
Der Fernsehturm mit seinen knapp 300 Stockwerken war der absolute Wahnsinn auch wenn Eintrittstor und Preise (7€) ganz schön an Disneyland erinnern. Aber natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen da mal hoch zu fahren, schliesslich hat auch das Wetter mit gespielt.

der WAHNSINN! Eine solch riesige Stadt! Endlose Häuser!
Am Ufer entlang bin ich dann bis zur Fähre gelaufen, die mich über den Huangpu River zum Bekannten Bund gebracht hat. Und zum Abschluss gab es eine heisse Nudelsuppe mit viel viel Gemüse und dieses Panorama: