Bejing II (Peking)
Bejing 2
Wenn man in China in die Hauptstadt fährt und nur zwei Tage hat, wovon, wie ihr breits lesen konntet, einer schon für andere Ausflusziele verplant war, stellt man sich darauf ein, am nächsten Tag früh aufzustehen, damit man den Tag gut nutzen kann. Was unsere chinesische Begleitung unter früh versteht, wird mir niemand glauben, aber wir sind alle um diese Zeit wach, angezogen und ansprechbar gewesen.
Wir schreiben Sonntag, den 24.9.2006, es ist 5 Uhr morgens (5!!!) und vier halbwegs wache Touristinnen aus Shanghai werfen sich aus dem Bett in einen kleinen Transporter. Unser Ziel: der Tianam’en (Platz des Himmlischen Friedens). Der Grund? Auf dem Tianam’en wird jeden Morgen zum Sonnenaufgang unter der Bewachung hunderter Soldaten und der Beobachtung tausender Chinesen im Klang der Nationalhymne die Chinesische Flagge gehisst. Unter den Augen Mao’s, der in Überdimensonaler Form über dem Tor der verbotenen Stadt zuschauen kann, wird dieser feierliche Akt jeden Morgen vollzogen. (wie wir später herausfanden, findet alles auch abends statt...). Nach diesem Ereigniss kann ich wohl sagen „Welcome to China!“
Als alles vorbei waren, schienen etliche Chinesen eher überrascht, auch Langnasen wie unsere so früh unter ihnen anzutreffen, weshalb wir doch das ein oder andere mal in chinesischen Familienfotoalben auftauchen werden – auch wenn um 6 Uhr morgens niemand gut aussieht!
Lisas nächstes Ziel war nun zurück ins Hotelbett, während die deutsche Fraktion sich schon am Abend zuvor geeinigt hatte, „wenn, dann den ganzen Tag nutzen“. Also sind wir losmarschiert (übrigens alle mit dem Gepäck) und haben uns durch den Vorplatz der noch geschlossenen verbotenen Stadt und den anliegenden Garten den nächsten Supermarkt gesucht um etwas zu frühstücken.
Frühstücksplatz war dann direkt gegenüber der verbotenen Stadt mit Blick auf die weisse Pagode und einen der Ecktürme.
Da die verb Stadt selbst erst um halb 9 ihr Pforten öffnet, nutzen wir die Zeit, um in den nahe gelegenen Park zu wandern, der früher das Kohlelager des Kaisers war, also genau gegenüber liegt und hauptsächlich aus einem Hügel besteht. Direkt hinter dem Eingang begrüsste uns eine Sportgruppe mit Aerobicmusik und zu unserer linken versuchte sich eine Gruppe im Walzertanzen. Überhaupt schien im gesammten Park niemand ruhig zu sitzen, alle (vor allem ältere) schüttelten, klopften sich oder hüpften durch den Park und hin und wieder folgten Ansagen über die Lautsprecher, so dass beim Verlassen des Parks nahe zu alle die gleichen Bewegungen ausführten. Wir hatten in des den Hügelerklommen und konnten so von oben bereits die Dächer der verbotenen Stadt aber auch des restlichen Bejings bewundern.
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2 Comments:
hallo meine hübsche maus,
komme grade von einem vino tinto abend am plaza santa ana und lese deine letzten statements. danke für die schönen reports und die unglaublich tollen fotos! mehr davon.. ich denk an dich, wann skypen wir mal ausführlich? wieviel stunden sind wir auseinander?
tausend küsse bis später deine jen
hallo mei nü, ich habe immer noch nicht herausgefunden, wie mein headset richtig an den rechner gehört, aber das ist eine frage der kurzen zeit. du kannst mich ja mal in skype suchen "antje-konstanz".
ic hoffe, dir gehts gut! ich denk ganz viel an dich! - die antje, deren Zeit in china rennt, wie sand... (hier sind es +6 std zu deutschland)
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